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Expertise Härtegrad Stahlkugeln – umso höher, umso weniger Verschleiß

Kugeln sind vielseitig einsetzbar. Je nach Anwendungsgebiet ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an eine Kugel. Teilweise muss die Kugel korrosionsbeständig sein, sehr präzise oder beständig gegen leichte Säuren. Damit eine Kugel zudem resistent gegen Verschleiß ist, muss sie einen hohen Härtegrad aufweisen. 

Je niedriger der Härtegrad ist, umso leichter verformt sich die Kugel unter Krafteinwirkung. Der Härtegrad ist somit entscheidend für die Anforderung, die an eine Kugel gestellt werden. Im Folgenden erläutern wir Ihnen, welchen Härtegrad Stahlkugeln und Edelstahlkugeln haben und wie Sie das für Ihre Einsatzgebiete nutzen können.

Härtegrad Härtegrad Stahlkugeln – diese Stahlkugeln sind besonders hart

Vickers-Härteprüfung Prüfverfahren mit hoher Genauigkeit – diesem Verfahren vertrauen wir

Um den Härtegrad von Stahlkugeln zu ermitteln werden unterschiedliche Verfahren angewandt. Das Grundprinzip jeder Härteprüfung beruht darauf, welchen Widerstand der Werkstoff einem härterem Eindringkörper entgegenbringt.  Hierbei findet die Vickers Härteprüfung ein breites Anwendungsspektrum und ist aufgrund der Vielseitigkeit und der hohen Genauigkeit in der Technik weit verbreitet. Die Vickers Härteprüfung wird an einem festen Prüfgerät durchgeführt. Um eine genaue Prüfung zu gewährleisten darf das Gerät weder wackeln noch gestört werden. Das Härteprüfverfahren wird in der DIN EN ISO 6501 festgelegt. 
Hier ein Beispiel der Härtegrad Angabe unserer Hartmetallkugeln: 1800 HV10.
Die Angabe setzt sich wie folgt zusammen:

  • 1800 = Härtewert
  • HV = Härte Vickers
  • 10 = Prüflast (Kraft F) in kg

Da die höchste Genauigkeit den Qualitätsstandards unseres Unternehmens entspricht, verwenden wir die Vickers Härteprüfung zur Bestimmung des Härtegrades unserer Stahlkugeln. 

Rockwell-Härteprüfung Unterschiedliche Angaben beim Härtegrad – wir klären auf

Es gibt unterschiedliche Methoden, den Härtegrad von Werkstoffen zu bestimmen. Die gängigste Methode ist die Rockwell-Härteprüfung. Um den Härtegrad so genau wie möglich zu ermitteln, werden verschiedene Verfahren angewandt und in unterschiedlichen Messbereichen dargestellt:

  • Stahl- und härtbare Edelstahlkugeln werden in Rockwell C (HRC) angegeben
  • sehr harte Werkstoffe, wie zum Beispiel Hartmetalle, in Rockwell A (HRA) angegeben. 
  • Kugeln mit mittlerer Härte, wie zum Beispiel Messingkugeln, werden in Rockwell B (HRB) angegeben. 

Dies kann für Verwirrung sorgen, da die unterschiedlichen Messbereiche nicht direkt miteinander verglichen werden können. Wer trotzdem die Werte miteinander vergleichen will, muss hierfür die Angaben mit Hilfe einer Umrechnungstabelle vereinheitlichen. Wenn besonders harte Kugeln benötigt werden ist es daher wichtig darauf zu achten, Kugeln mit einem hohen HRC- oder HRA-Wert zu wählen.

Formstabil Wälzlagerstahl – für einen hohen Härtegrad bei Stahlkugeln

Häufig werden Kugeln benötigt, die sehr belastbar sind. Hierfür eignen sich besonders Kugeln aus Wälzlagerstahl. Auf Grund der relativ hohen Härte zwischen 60 und 66 HRC ist eine hochpräzise Fertigung von Stahlkugeln aus Wälzlagerstahl möglich. Durch den hohen Härtegrad sind die Stahlkugeln formstabil und haben eine sehr hohe Verschleißfestigkeit. Daher werden sie in Kugellagern, im allgemeinen Maschinenbau, der Automobil und der Luftfahrt Industrie eingesetzt, so wie in vielen weiteren Gebieten.

Nicht durchgehärtete Stahlkugeln Niedrig legierter Stahl – Kugeln mit hohem Härtegrad und weichem Kern

Bei dem Härtegrad von Stahlkugeln kommt es nicht unbedingt darauf an, ob die Kugeln durchgehärtet sind. So weißen Kugeln aus dem Werkstoff 1.0616 den gleichen Härtegrad von 60 - 66 HRC auf, haben allerdings lediglich eine gehärtete Oberfläche und einen weichen Kern. Dadurch eigenen sich Kugeln aus niedrig legiertem Stahl besonders für langsam drehende Lager, Auszugsschienen und als Mischkugel in Spraydosen. 

S2 Werkzeugstahl Spezialmaterial – für besonderen Härtegrad bei Stahlkugeln

Immer wieder werden Kugeln extremer Krafteinwirkung ausgesetzt. Um diesen Krafteinwirkungen Stand zu halten, wird ein besonders hoher Härtegrad benötigt. Kugeln au dem Spezialmaterial S2 Werkzeugstahl eigenen sich hierfür besonders, da sie einen Härtegrad mit bis zu 72 HRC aufweisen und auf Schockbelastungen ausgelegt sind. Diese Kugeln haben zudem herausragenden Härte- und Verschleißeigenschaften und können mit einem Kugeldurchmesser von 3,0mm –  44,45mm geliefert werden.

Härtbare Edelstähle Härtegrad bei Edelstahlkugeln – präzise und belastbar

Damit Edelstahlkugeln präzise und belastbar sind, werden Werkstoffe aus härtbaren Edelstählen verwendet. Generell weißen gehärtete Edelstähle einen nicht so hohen Härtegrad auf wie Kugeln aus Wälzlagerstahl oder niedrig legiertem Stahl. Je nach Werkstoff liegt der Härtegrad von Edelstahlkugeln zwischen 54 und 60 HRC. So weißen zum Beispiel Kugeln aus dem Werkstoff 1.4034 einen niedrigeren Härtegrad auf als Edelstahlkugeln aus dem Werkstoff 1.4125. 

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